Welche Nasenformen und Kinnformen lassen sich korrigieren?

Ob ein Gesicht sowohl in der Vorderansicht als auch im Profil harmonisch erscheint, hängt von vielen Faktoren ab. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist u. a. das Zusammenspiel von Nase und Kinn. Während Nasendeformitäten wie eine Höckerbildung oder Schiefstellungen meist direkt ins Auge fallen, findet die Wirkung des Kinns vielmehr auf der unbewussten Ebene statt. Beispielsweise kann ein markantes Kinn bei einem Mann mit Autorität assoziiert werden, während es bei einer Frau die ansonsten eher weichen Gesichtszüge stört. Anbei geben wir Ihnen eine Übersicht, welche Nasen- und Kinnformen es gibt und wie sie korrigiert werden können.

Die verschiedenen Nasenformen und ihre Korrektur

Die Höckernase
Bei einer Höckernase sind Knochen und Knorpel entlang des Nasenrückens übermäßig ausgeprägt. Sie schaffen einen sichtbaren Höcker. Oft ist auch die Nasenspitze leicht nach unten gebogen. Die Höckernase ist eine der häufigsten Nasendeformitäten, die den Wunsch nach einer Nasenkorrektur wecken.

Bei einer Operation wird der Höcker auf der Nase reduziert. Zu diesem Zweck wird der knöcherne Nasenrücken mobilisiert und die Seitenwände zusammengeschoben. Auf diese Weise entsteht ein natürliches Nasenprofil, die Nase wirkt insgesamt kleiner. Die nach unten gebogene Nasenspitze wird aufwärtsgezogen.

Die Hakennase
Da sie besonders auffällig ist, wird sie häufig auch als besonders unästhetisch empfunden. Ein gewölbter Nasenrücken und eine stark nach unten gekrümmte Nasenspitze, die nicht selten den tiefsten Punkt der Nase bildet, sind charakteristisch für die Hakennase.
Die Korrektur erfolgt durch die Entfernung von Knorpel- oder Knochengewebe. Ein optisch ansprechendes Ergebnis lässt sich auch erzielen, indem die Position der Nasenspitze verändert wird.

Die Schiefnase
Zeigt die Nase einen seitlich verschobenen, schiefen Verlauf, ist ihre Achse ungerade und neigt sich deutlich sichtbar nach links oder rechts, spricht man von einer Schiefnase. Bei diesem Befund liegt meist zusätzlich eine Nasenscheidewandverkrümmung vor, durch die die Atmung behindert ist.

Wenn die Schiefnase ausschließlich durch den Knochen bedingt ist, reicht eine operative Begradigung des knöchernen Nasenrückens aus. Ist die Nasenscheidewand von der Schiefstellung betroffen, so muss diese begradigt werden. Das Ergebnis: eine gerade Nase mit verbesserter Atmung.

Die Sattelnase
Unzureichendes Knorpelgewebe auf dem Nasenrücken bedingt eine sichtbare Vertiefung, die im Profil der Form eines Sattels ähnelt. Dadurch wirkt die Nase plump, ihr Rücken kurz, die Spitze sticht hervor. Die Sattelnase entsteht meist
durch einen Unfall, durch Voroperationen oder Entzündungen.

Ihre Korrektur ist etwas umfangreicher. Die Einbuchtung auf dem Nasenrücken wird dabei durch körpereigenes Material (Knorpel) aufgefüllt, das aus der Nasenscheidewand, der Rückwand der Ohrmuschel oder dem Rippenbogen gewonnen werden kann. Da die Sattelnase auch oft die Atmung behindert, ist eine operative Korrektur wohltuend für den Patienten, denn nach der Heilung kann er wieder frei durchatmen.

Die Breitnase
Wirkt die Nase fassförmig, sind die Nasenlöcher nicht gut sichtbar und erscheinen ihre Proportionen zu breit für das Gesicht, liegt der Befund „Breitnase“ vor. Oft sind nicht nur die Nasenspitze, sondern auch der knöcherne Bereich, die Nasenbasis oder der knorpelige Teil des Nasenrückens von der Deformität betroffen.

Sollte der knöcherne Nasenrücken ausschlaggebend für die Form der Nase sein, so kann dieser verkleinert werden. Ist die Nasenspitze an der „Breitnase“ schuld, kann sie mit einer speziellen Naht- und Schnitt-Technik verkleinert werden. Eine zu breite Nasenbasis kann durch eine Nasenkorrektur verschmälert werden.

Die verschiedenen Kinnformen und ihre Korrektur

Fliehendes Kinn
Eine häufig vorkommende Fehlstellung, die durch eine Zurückverlagerung des Unterkiefers entsteht, ist das sog. fliehende Kinn. Dazu kommt es zu einem Überbiss der Schneidezähne, wodurch das komplette Schließen des Mundes erschwert ist.

Das Kinn erscheint vor allem in der Profilansicht schwach ausgebildet, während Mund und Nase so wirken, als seien sie weit nach vorne geschoben. Aus diesem Bild, das die Konturen verschwimmen lässt, resultiert ein „vogelartiger“ Ausdruck. Daher spricht man auch von einem „Vogelgesicht“.

An sich ist das fliehende Kinn ein eher ästhetisches als ein medizinisches Problem, das aber durchaus schwerwiegend und für den Patienten störend sein kann. Da das Gesicht als nicht besonders attraktiv empfunden wird, sind Betroffene häufig sehr unglücklich und leiden unter mangelndem Selbstvertrauen.

Um Minderwertigkeitskomplexen entgegenzuwirken, kann eine Kinnkorrektur helfen. Hierbei bringen wir operativ Implantate ein, die das Kinn verlängern sollen. Auf diese Weise wird das Gesicht markanter und ausdrucksstärker.

Vorstehendes Kinn
Es sticht besonders in der Profilansicht deutlich hervor und kann Nase und Stirn überragen: das vorstehende Kinn. Betroffene finden es optisch störend, da es das Gesicht hart und streng wirken lässt. Diese Kinnform verleiht oft sehr markante Gesichtszüge. Frauen mit einem vorstehenden Kinn wirken eher männlich. Ist das Kinn sehr lang, hat der Patient oftmals Schwierigkeiten, den Mund richtig zu schließen. Mögliche Ursachen gibt es zweierlei: Entweder ist der Unterkiefer überentwickelt und im Vergleich zum Oberkiefer zu groß bzw. lang. Möglich ist aber auch der umgekehrte Fall: Ist der Oberkiefer unterentwickelt, wirkt der Unterkiefer gegebenenfalls zu markant.

Es können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen, um das vorstehende Kinn durch eine Kinnkorrektur zu optimieren. Möglich ist z. B. das Abschleifen oder eine Verschiebung des Kieferknochens.

Doppelkinn
Viele Patienten kennen es: das Doppelkinn. Es entsteht größtenteils durch überschüssiges Fettgewebe, das sich unterhalb des Kinns anlagert. Der Grund kann Übergewicht oder die genetische Veranlagung sein – denn hat zumindest eines der Elternteile ein Doppelkinn, so besteht für das Kind die Möglichkeit, es zu erben – selbst dann, wenn es ansonsten sehr schlank ist. Das Doppelkinn kann aber auch durch erschlafftes Gewebe und überschüssige Haut infolge eines Gewichtsverlusts oder des natürlichen Alterungsprozesses entstehen.

Betroffene stören sich häufig an ihrer Kinnform, da sie den Hals gedrungen und das Gesicht sehr rund wirken lassen kann. Außerdem wirken Patienten durch erschlaffte Haut unter dem Kinn oft deutlich älter, als sie sind.

Um dem Hals ein frisches, schlankes Aussehen und stärkere Konturen zu verleihen, entfernen wir das Doppelkinn per Fettabsaugung, Fett-weg-Spritze oder Hautstraffung.

Nasenkorrektur Bad Soden

Kinn- und Nasenkorrektur Bad Soden

Stören Sie sich an Ihrer Nasenform, an Ihrem Kinn oder dem Zusammenspiel beider Bereiche? Dr. med. Janine Hondyk und Dr. med. Götz Enderle erfüllen in ihrer Praxis für plastische Chirurgie Ihre ästhetischen Wünsche – mit einer Nasen- oder Kinnkorrektur.
Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns – ebenso, wenn Sie einen Beratungstermin vereinbaren wollen.

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